Amazonas Regenwald

Amazonasbecken

Amazonas Fläche: mehr als 60% des Landes
Anreise: Flugzeug, Bus, oder Boot

Der Amazonas in Südamerika übt eine enorme Faszination aus. Es ist eines der letzten unberührten Naturparadiese der Welt, voller Abenteuer und Artenvielfalt. Der gigantische Fluss entspringt in Peru und wird von den Quellflüssen Maran und Rio Ucayali gespeist. Von dort aus fließt er quer durch Brasilien bis zur Atlantikküste.

Drei Regenwald-Gebiete und Bergnebelwald

Mehr als die Hälfte der Landfläche Perus liegt im Einflussgebiet des Amazonas. Es gibt mehrere Ausgangspunkte, von denen aus Besucher eine ausgiebige Tour in den Regenwald starten können. Die bedeutendsten davon sind die Städte Puerto Maldonado im Südosten und das abgeschottete Iquitos im Norden, das nur über Wasser- und Luftweg erreichbar ist. Von beiden Punkten aus kann man zu Fuß und mit Booten in die Tiefen des Regenwaldes gelangen. Dort stehen luxuriöse Lodges, Flusskreuzfahrtschiffe und einfache Camps zur Übernachtung zur Verfügung.

Iquitos – Tor zum Amazonasbecken

Die Stadt Iquitos ist ein beliebter Ausgangspunkt für Touren und Kreuzfahrten auf diesem Abschnitt des Amazonas. Obwohl fast 400.000 Menschen hier leben, ist Iquitos auf dem Straßenweg nicht erreichbar, verfügt aber über einen Flughafen. Abenteuerlustige können auch mit dem Schiff von Yurimaguas in Richtung Iquitos starten. Die Fahrt auf dem Frachter dauert 3 Tage, für Verpflegung muss jeder selbst sorgen und zum Schlafen dienen Hängematten auf dem Deck des Schiffs.

Die Ankunft in der von Jesuiten gegründeten Stadt Iquitos ist bereits ein Erlebnis für sich. Ortskundige Reiseleiter führen interessierte Besucher aus aller Welt tief in das Herz des peruanischen Regenwaldes. Die Expeditionen wecken den Entdeckergeist. Die Vorstellungen, die Reisende vom Amazonasgebiet haben, werden hier voll erfüllt.  

Schließlich ist Iquitos in den letzten 20 Jahren zu einem Hotspot für Ayahuasca-Erfahrungen geworden.

Puerto Maldonado

Die Regenwälder im Südosten von Peru gelten als besonders artenreich. Man erreicht sie mit dem Flugzeug ab Lima und Cusco. Zielflughafen ist der Regenwald-Ort Puerto Maldonado, Provinzhauptstadt der Region Madre de Dios, mit derzeit mehr als 85.000 Einwohnern. Sie wurde benannt nach dem Entdecker Faustino Maldonado, der im Jahr 1860 eine Expedition in das peruanische Amazonastiefland leitete und davon nicht zurückkehrte.

Vom Flughafen aus geht es in die Lodges im Zielgebiet. Ähnlich wie in Ecuador sind auch hier die Touren mindestens drei, besser vier Tage lang. Die Anfahrt variiert zwischen drei und sechs Stunden in der Regel per Boottransfer. Der peruanische Regenwald ist hier besonders ungerührt. Bisher wurde kein Erdöl gefunden. In den Lodges gibt es ein vielfältiges Tagesprogramm sowie Nachtwanderungen.

Manú Nationalpark mit Bergnebelwald

Im südöstlichen Peru erstreckt sich der Manú Nationalpark über drei ökologische Zonen, die seine Biodiversität besonders spannend und vielfältig machen. Der Nationalpark reicht von den Panoramalandschaften in über 3.900 Metern Höhe bis ins Amazonasbecken an der bolivianischen Grenze. Mit über 18.000 km² umfasst er etwa die Hälfte der Schweiz. Forscher identifizierten bisher über 1.000 Vogelarten, mehr als 15.000 Pflanzenarten, 13 Affenarten und Millionen von Insektenarten, von denen nur ein kleiner Teil benannt ist. Im Manu-Nationalpark leben gesunde Populationen von Jaguaren, Tapiren, Ameisenbären, Riesenottern und dem gefährdeten Mohrenkaiman in ungestörter Umgebung. 1987 erklärte die UNESCO den Nationalpark zum Welterbe.

In den höheren Lagen verhüllt Nebel die Sicht, während die tieferen Lagen die Hügel der Vor-Anden freigeben. Die Vegetation zählt zu den üppigsten in den Tropen. Hier wuchern Orchideen, Bromelien, Flechten, Moose, Riesenbegonien und Farne um die Wette. Der peruanische Nationalvogel, der Felshahn, lebt hier ebenso wie der Brillenbär, die einzige südamerikanische Bärenart, und der Gelbschwanz-Wollaffe, der bis vor kurzem als ausgestorben galt.

Der Manu Nationalpark teilt sich in drei Zonen:

Zona Cultural: Eine Straße führt an einigen Dörfern vorbei. Zahlreiche Lodges und Forschungsstationen entstanden im Laufe der Zeit. Diese Zone ist für Besucher frei zugänglich.

Zona Reservada oder Experimental (Pufferzone): Nur lizensierte Naturführer dürfen hier Zugang gewähren. Typisch sind Aussichtsplattformen an den bunten, von Papageien gesäumten Tonlecken, Canopy Walkways in den Baumgipfeln und viele Zeltcamps an den Flussufern.

Über 80 Prozent des Nationalparks gehören zur Zona Restringida, die für Besucher unzugänglich ist. Hier lebt ein Großteil der indigenen Bevölkerung, unterteilt in dutzende Gruppen mit eigenen Sprachen und Bräuchen.

Beste Reisezeit für den Amazonas

Der Regenwald ab Maldonado und der Manu-Nationalpark haben ganzjährig fast gleichbleibende Wetterlagen.

Die beste Reisezeit für das Amazonasgebiet ab Iquitos lässt sich grob in zwei Zeiten unterteilen: den Wasserhochstand von Dezember bis Mai und den Wassertiefstand von Juni bis November. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz und eignet sich für einen unvergesslichen Besuch im Regenwald. Von November bis Februar herrscht Regenzeit, aber Regen gehört zum Amazonas dazu und kann nicht vermieden werden.

Während des Wasserhochstands im Winter liegt die durchschnittliche Temperatur bei 30 Grad Celsius. In dieser Zeit können alle Gewässer des Amazonasgebiets mit Booten befahren werden und man kann noch tiefer in den Regenwald vordringen. Viele der tierischen Bewohner der Region zeigen sich während des Wasserhochstands häufiger, aber es gibt auch mehr Moskitos aufgrund des großen Niederschlags. Mit dem richtigen Mückenschutzmittel steht einem gelungenen Abenteuer im Amazonas jedoch nichts im Wege.

Während des Wassertiefstands im Sommer klettert die Temperatur auf durchschnittlich 37 Grad Celsius. Die überfluteten Regionen der Regenzeit können nun zu Fuß erkundet werden. Die trockenere Zeit ermöglicht einen Blick auf die gesamte Vogelbevölkerung des Amazonas und ist die richtige Zeit zum Angeln. Vielen Besuchern gelingt es, einen Piranha zu fangen, den berühmtesten aller Fische des Amazonas. Egal für welche Reisezeit Sie sich entscheiden, der Amazonas in Peru bietet das ganze Jahr über ein reizvolles Naturspektakel.

Wichtig ist auch hier: Lassen Sie sich ausführlich von unseren Spezialisten beraten.

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